Kostenloses Girokonto: Das Wichtigste auf einen Blick ✓

Kostenloses GirokontoVielen Banken werben mit dem Angebot, Kunden ein kostenfreies Girokonto zur Verfügung zu stellen, aber nicht alle, halten, was sie versprechen.

Damit ein Konto tatsächlich kostenfrei ist, sollte es alle gängigen Transaktionen ermöglichen, ohne dass dafür Gebühren erhoben werden. Insbesondere müssen empfehlenswerte kostenfreie Konten die folgenden Funktionen umsonst vorsehen:

  • Gebührenfreies Onlinebanking
  • Kostenlose EC-Karte
  • Gebührenfreies Abheben von Bargeld an den institutseigenen Geldautomaten
  • Unbegrenzte Anzahl an kostenfreien Überweisungen

Vorsicht vor bestimmten Bedingungen

Heute ist es durchaus üblich, die Kostenfreiheit der Kontoführung an die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen zu knüpfen. Dabei spielen insbesondere monatliche Zahlungseingänge in einer gewissen Mindesthöhe eine große Rolle. Sobald diese Bedingung nicht erfüllt ist, fallen bei vielen vermeintlich kostenfreien Girokonten ohne Vorwarnung Kontoführungsgebühren in erheblicher Höhe an. Diese können ohne weiteres hohe zweistellige Summen ausmachen.

Aus diesem Grund sollten Sie sich stets genau informieren, welche Voraussetzungen für ein kostenfreies Girokonto bei einem Girokonto Wechsel zu erfüllen sind. Darüber hinaus kommen diese Konten für Kunden grundsätzlich nicht in Frage, die stark schwankende Zahlungseingänge zu verzeichnen haben. Dies ist zum Beispiel bei Selbständigen häufig der Fall, weil die Höhe ihrer monatlichen Einkünfte von den Umsätzen und dem Zeitpunkt der Erstellung der Rechnung abhängt.

Höhe der Dispozinsen beachten

Auch mit einem kostenfreien Girokonto kann man unter Umständen eine schlechte Wahl treffen: Wenn Sie Ihren Dispokredit, der Ihnen zum Girokonto eingeräumt ist, häufig und mit größeren Summen nutzen und dafür hohe Zinsen zahlen müssen, haben Sie mit Zitronen gehandelt. In diesem Fall wären Sie mit einem gebührenpflichtigen Konto besser beraten, bei dem der Überziehungszins sehr niedrig ist.

Es lohnt sich hier durchaus, einmal ein wenig zu rechnen, um zu ermitteln, wie hoch die Zinsunterschiede sind. Wenn Sie Ihr Konto dauerhaft im Minus führen, sollten Sie über die Möglichkeit der Umschuldung in einen zinsgünstigen Ratenkredit nachdenken. Übrigens gilt diese Regel auch umgekehrt: Für alle Kunden, die größere Guthabenbeträge auf ihren Konten lagern, kommt es auf eine hohe Verzinsung an.

Hände weg von Lockangeboten

Manche Banken präsentieren scheinbar unwiderstehlich attraktive Angebote für kostenlose Girokonten, die sich im Nachhinein als wenig vorteilhaft herausstellen. Dabei handelt es sich insbesondere um Konten, bei denen de Gebührenfreiheit nur in der Anfangsphase gilt. Dies trifft oft auf Zusatzleistungen, wie EC-Karten für Partner oder Kreditkarten zu. In diesem Zusammenhang ist es sehr empfehlenswert, das Kleingedruckte in den AGB genau zu lesen, um sicher zu gehen, dass keine bösen Überraschungen folgen. Selbst das beste Girokonto kann davon betroffen sein.

Automatendichte berücksichtigen

Mindestens ebenso wichtig ist die Anzahl der für Geldabhebungen von Ihrem Wohnort aus erreichbaren Geldautomaten. Insbesondere bei zahlreichen in- und ausländischen Onlinebanken sieht hier das Angebot eher spärlich aus.

Doch Sie machen den Einsparungseffekt, den Sie mit der Gebührenfreiheit der Kontoführung erzielen, schnell zunichte, wenn Sie für jede Abhebung von Bargeld an einem fremden Geldautomaten mehrere Euro bezahlen müssen. Beachten Sie dabei auch die Automatendichte im Ausland, wenn Sie häufig auf Reisen sind.

Fazit: Wer von einem gebührenfreien Girokonto profitieren möchte, muss dieses mit sehr viel Sorgfalt und unter Beachtung der oben beschriebenen Hinweise auswählen. Wertvolle Unterstützung bieten dabei qualifizierte Kontenvergleiche, die im Internet auf verschiedenen Finanzportalen verfügbar sind.


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