Girokonto wechseln: So funktionierts! ✓

Girokonto wechselnZu behaupten, der Wechsel des Girokontos ließe sich im Handumdrehen erledigen, wäre eine glatte Lüge. Obwohl sich in den letzten Jahrzehnten, auch durch die Verbreitung des Internets, vieles leichter bewerkstelligen lässt, ist ein Kontowechsel immer noch eine recht aufwendige Angelegenheit. Die folgenden Tipps informieren Sie darüber, was alles zu beachten ist.

Gründliche Information ist Trumpf

Damit Sie die Entscheidung für ein neues Girokonto im Nachhinein nicht bereuen, sollten Sie im Vorfeld die in Frage kommenden Alternativen sorgfältig prüfen. Dabei helfen Ihnen redaktionelle Finanzportale, die Girokontovergleiche mit empfehlenswerten Konten veröffentlichen.

Hier erfahren Sie alle wichtigen Details zu den einzelnen Anbietern. Wer ein kostenloses Girokonto anstrebt, kann hier das Kleingedruckte in Erfahrung bringen. Lesen Sie sich auch die Kundenmeinungen durch, weil sie wichtige Anhaltspunkte für Servicemerkmale, wie zum Beispiel die Erreichbarkeit und Qualität der Kundenberatung, liefern.

Vergessen Sie nichts beim Kontoumzug

Viele Banken bieten mittlerweile einen praktischen Umzugsservice fürs Girokonto an. Zu diesem Zweck überlassen Sie dem Kundenberater des neuen Kreditinstituts einfach die gesammelten Kontoauszüge des letzten Kalenderjahres. Auf dieser Basis informiert die Bank alle wichtigen Ansprechpartner, wie zum Beispiel Ihren Vermieter und Arbeitgeber.

Sollte das Kreditinstitut keinen Umzugsservice fürs Konto anbieten, müssen Sie die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen. Dabei hilft Ihnen eine zweckmäßige Checkliste für den Kontowechsel, die Sie auf einschlägigen Finanzportalen im Internet herunter laden können. Sie enthält alle wichtigen Schritte, die Sie bei einem problemlosen Wechsel der Bankverbindung vornehmen müssen. In jedem Fall ist es sehr wichtig, dass Sie rechtzeitig mit dem Abarbeiten dieser Liste beginnen.

Denken Sie auch an den Freistellungsauftrag

Vergessen Sie gegebenenfalls nicht, Ihren Freistellungsauftrag für die alte Bank zu widerrufen und einen neuen bei dem Kreditinstitut abzugeben, das künftig Ihr Konto führt. Es existiert kein Automatismus, durch den eine Kündigung beim Wechsel der Bankverbindung vom alten Kreditinstitut selbst vorgenommen wird. Selbstverständlich ist dies nur erforderlich, wenn Sie tatsächlich Zinsen für Ihre Guthaben auf dem Girokonto in nennenswerter Höhe verzeichnen. Selbst das beste Girokonto ist kein Garant dafür.

Behalten Sie das alte Übergangskonto noch für eine bestimmte Zeit

Ein nahtloser Wechsel des Girokontos ist nicht empfehlenswert. Denn trotz aller Sorgfalt bei der Benachrichtigung von Betroffenen passiert es regelmäßig, dass bestimmte Dienstleister Abbuchungen vom alten Konto vornehmen. Wenn dieses nicht mehr existiert und die Lastschrift deswegen nicht durchgeführt wird, kann das zu gravierenden Konsequenzen führen.

Um diese zu vermeiden, sollten Sie Ihr altes Konto mindestens für drei bis sechs Monate fortführen und auch ein Guthaben in ausreichender Höhe vorhalten. Checken Sie dann regelmäßig, ob es noch Bewegungen auf Ihrem alten Konto gibt und nehmen Sie diese zum Anlass, die entsprechenden Ansprechpartner über den Wechsel noch einmal zu informieren.


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